Gutshaus Volzrade – ein Ort mit Seele
Der Gutshauspark
Unser Gutshauspark – ein wunderbarer Ort um zu entspannen, abzuschalten und Ruhe zu finden.
In unserem Park finden alle Gäste Raum für Aktivität oder Ruhe. Zum Fußball spielen auf der alten Obstwiese oder für eine Runde Boccia im Hof. Und wer Ruhe sucht, findet sie hier ganz sicher. Einfach eine der vielen Ruheliegen unter die Linde schieben und genießen.
Kleine und große Entdecker finden in verwunschenen Ecken Eidechsen, Frösche, Spechte, Schmetterlinge und viel anderes Getier. Es gibt Geheimnisse zu entdecken und Fragen zu stellen. Welche Geschichte steckt hinter den Jahreszahlen auf den Steinen beim Gingko Baum? Wie alt sind die Linden? Sah der Park schon immer so aus? War das Buchsbaum-Rondell schon immer da? Spukt es im Gutshaus? Gibt es Geister im Keller? Lasst euch die Fragen bei einer Gutshausführung beantworten.
Im Park haben wir einen Feuerplatz angelegt und ein Grill steht für leckere Grillabende bereit.
Der Gutshauspark ist als Aussenstelle des Standesamtes Lübtheen gewidmet und wird gerne für standesamtliche und freie Trauungen genutzt.
Das Gutshaus – eine kleine Geschichte
Erste Anfänge
In den Jahren 1838 – 1840 wurde das Herrenhaus durch August Friedrich von Pentz und dem Architekten J.H.Gottfried Krug aus Berlin neu erbaut, wobei die Fundamente und einige alte Mauern des früheren Herrenhauses integriert wurden. Als Vorbild diente die Villa Godi in der Toskana des berühmten Baumeisters der Renaissance, Andrea Palladio.Volzrade wurde erstmalig um das Jahr 1200 als „Volze Roda“ erwähnt, was übersetzt „Platz der Freien“ bedeutete. Es handelte sich dabei um eine kleine Siedlung, die auf dem Turmhügel des ehemaligen Gutsparks angelegt war. Ab dem Jahr 1363 war Volzrade im Besitz der Familie von Pentz. Nachdem die ursprüngliche Ritterburg zerstört wurde, errichtete Lewin von Pentz 1592 das erste Herrenhaus, welches im Jahr 1618 abbrannte. Nach dem Dreißigjährigen Krieg baute Curd von Pentz um 1640 das Herrenhaus wieder auf und fügte zwei Flügel zur Gartenseite hinzu. Er baute eine Windmühle, legte eine Schäferei an und übernahm die Bewirtschaftung des Landes. Somit entstand die Gutswirtschaft. Im Jahre 1827 brannte das Reetdach des Herrenhauses ab.
Neubau 1838
Umbauten 1863 und 1930
Im Jahre 1863 wurde ein 3. Geschoss hinzugefügt und das ursprüngliche Flachdach durch ein schiefergedecktes Walmdach überbaut. Eine weitere größere Umbau- und Modernisierungsmaßnahme erfolgte in den 1930er Jahren. Dabei blieb die Architektur des Hauses in wesentlichen Teilen bis in die Neuzeit erhalten. Spuren dieser Modernisierung (Elektrifizierung, Transmission für Wäschemangel, Hausbrunnen) können noch heute im Keller besichtigt werden.
Zeit nach 1945
Nach der Enteignung der Familie von Pentz 1945 befand sich das Gutshaus im Besitz der Gemeinde und diente als Zentrum des Dorflebens: Im Erdgeschoss befanden sich ein Supermarkt, der Gemeinschaftsraum des Dorfes sowie eine kleine Bücherei. In den Wohnräumen wurden zuerst Flüchtlinge, später dann überwiegend kinderreiche Familien untergebracht. Die zum Gutshaus gehörenden großzügigen Ländereien wurden im Laufe der Zeit verkauft, und der ursprüngliche Gutshauspark mit dem Orakelwald wurde zum Biotop erklärt. Beides gehört heute leider nicht mehr zum Gutshaus, prägt jedoch immer noch die umgebende Landschaft.
Verfall und Rettung
Auch an dem Haus selbst ging die Zeit nicht spurlos vorüber. Der charakteristische Mittelrisalit verschwand, und die historischen Schmuckelemente der Fassade und der Fenster zerfielen oder wurden zerstört. 1994 konnte Hugo von Pentz das Gutshaus wieder in den Familienbesitz zurückkaufen. Er führte erste Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen durch und konnte das Haus dadurch vor dem endgültigen Zerfall retten.
Der Neuanfang
2014 übernahm die Familie Neufeld-Picciani das Gutshaus. Es wird seither denkmalgerecht und mit viel Liebe zum Detail saniert und instand gesetzt. Auf dem gesamten Gelände und im Gutshaus selbst wurden Unmengen an Schutt und Müll geräumt, nicht denkmalgerechte An- und Umbauten entfernt, und mehrere Wohnungen im gehobenen Standard saniert. 2016 wurden das Dach erneuert, der historische Traufsims rekonstruiert, und der Mittelrisalit, der dem Haus sein charakteristisches Gesicht gibt, wieder aufgebaut. 2017 wurden die Außenanlagen im Gutshauspark unter Wahrung der alten Substanz wieder neu angelegt. Auch für die Zukunft sind Projekte geplant, die das Gutshaus Volzrade in all seinem Glanz erstrahlen lassen und es wieder für die Menschen zu öffnen.
Die Architektur
Das Gutshaus Volzrade ist im Stil des Klassizismus erbaut. Der in der Zwischenzeit verlorene Schmuckgiebel über dem Mittelrisalit an der Nordseite wurde 2015 rekonstruiert und gibt dem Haus wieder sein ursprüngliches Gesicht.
Das in die Jahre gekommene und stark sanierungsbedürftige Dach wurde 2015 in intensiver Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt saniert. Das Balkentragwerk wurde repariert und die gemischte rote Dachziegeleindeckung durch eine der Originaleindeckung entsprechenden schiefergrauen Ziegel ausgetauscht. Zudem wurde der vorhandene Schmucksims an der Dachunterkante saniert und fehlende Teile nach historischem Vorbild wieder rekonstruiert.
Das Foyer im unteren Geschoß schmücken die original erhaltenen Holzfenster mit Rundbogenelementen, Rundbögen, der historische Holzboden und die restaurierten Holzkassettentüren.
Das Foyer im oberen Geschoss ist original erhalten. Es geht über die gesamte Hausbreite und verfügt über einen wunderschönen Holzboden, umlaufende Schmucksimse, ein Deckengewölbe und Säulen im klassizistischen Stil. Selbst die gusseiserne Lichtkuppel ist noch vorhanden und wird bei der zukünftigen Sanierung wieder freigelegt.
Im gesamten Gutshaus gibt es wunderschöne Holzdielenböden, sowie teilweise gut erhaltene Stucksimse in den Räumen. Böden und Stuck werden nach Möglichkeit saniert und denkmalgerecht ergänzt.
Alle Baumaßnahmen finden in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Landesdenkmalpflege in Ludwigslust statt.


Die Sanierung
Das Gutshaus Volzrade hat die gleiche Geschichte hinter sich, wie so viele andere Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern. Nach dem Krieg und der Enteignung 1945 diente es zuerst als Flüchtlingsunterkunft. Auch als Supermarkt, Bücherei, Gemeindesaal und Wohnraum für kinderreiche Familien wurde es genutzt. Zu Spitzenzeiten wohnten in diesem Haus bis zu 60 Personen. Diese Menschen und die Zeit nach 1945 haben viele Spuren hinterlassen.
Unser Ziel ist es, das Haus und seine Geschichte zu bewahren, seine ursprüngliche Schönheit wieder zum Vorschein zu bringen, und es wieder zu einem sozialen Zentrum des Dorfes zu machen.
Die Sanierung und Revitalisierung vom Gutshaus Volzrade erfordert geschichtliches Wissen, hoch qualifizierte Architekten und Handwerker, und nicht zuletzt eine Möglichkeit dies alles auf wirtschaftlich stabile Füsse zu stellen. Dazu arbeiten wir eng mit der Denkmalschutzbehörde, dem Landratsamt und der Stadt Lübtheen sowie ortsansässigen Handwerksbetrieben und den Bewohnern von Volzrade zusammen.
Auf diesen Seiten möchten wir einige Erfahrungen teilen, die wir im Laufe der Zeit machen durften.
Sanierungsabschnitte
Auf der Suche nach einem großen Zuhause für unsere Familie kamen wir zum ersten mal im Frühjahr 2014 nach Volzrade. Gegensätzlicher hätten die Emotionen nicht sein können: Einerseits war es eine Liebe auf den ersten Blick, andererseits waren wir drauf und dran sofort vor dieser großen Aufgabe zu kapitulieren. Denn das Haus war nur noch ein Schatten seiner ursprünglichen Erscheinung. Es war einfach nur noch ein grauer Klotz.
Nichts erinnerte mehr an seine Schönheit und großartige Geschichte.
Aber irgendetwas ließen uns dieser Ort und dieses Haus spüren. Als ob es, ebenso wie wir, auf der Suche nach jemandem war.
Also prüften wir über mehrere Monate ob und wie wir zusammenpassen könnten, ob dieses Haus noch zu retten war, ob so ein Projekt für uns überhaupt möglich ist.
Schon von außen war zu sehen, wie sehr das Haus im Laufe der letzten Jahrzehnte gelitten hatte: Das Dach undicht, mit Biberschwanz Ziegeln statt der historischen Schieferdeckung, das Balkentragwerk schief und marode, der historische Traufsims abgebrochen und mit Brettern vernagelt. Risse im Mauerwerk, grauer Betonputz, unterschiedlichste Kunststofffenster, marode oder komplett fehlende Fenstersimse. Überhaupt fehlten die meisten historischen Schmuckelemente: Die Simse, die Fensterfaschen, der Aufbau über dem Mittelrisalit, die Bossierung am Kellergeschoss, nichts von der ursprünglichen Schönheit war mehr vorhanden. Lediglich die Säulen an der Nordfassade erinnerten an bessere Zeiten.
Im Gutshauspark grasten Pferde, der historische Baumbestand war dezimiert und vernachlässigt. Ein Wildwuchs an Büschen, Sträuchern und Bäumen ließ die ursprüngliche Parkanlage kaum mehr erkennen. Überall auf und unter dem Gelände war Schutt und Müll abgelagert, auf der Parkseite gab es zudem verschlagsartige Anbauten.
Dieses Bild setzte sich im Inneren fort: Abblätternder Putz und Farbe, kaputte Türen, durchgebrochene Böden und Decken, fehlender Stuck, neuzeitlicher Trockenbau, der die ursprüngliche Raumaufteilung zerstörte. Mauerdurchbrüche und Aufputzinstallationen überall.
Aber hinter all diesen Spuren der Zeit, dem Schutt und der Vernachlässigung der letzten Jahrzehnte konnten wir erkennen, wie viel von der ursprünglichen Schönheit und großartigen Geschichte doch noch vorhanden war. Und entschieden uns dafür, diese Aufgabe anzunehmen.
Wir ahnten also schon, wie groß und zahlreich die Aufgaben sein werden, die uns dieses wunderbare alte Haus stellen würde.
Im Juli 2014 kamen wir mit zwei LKW an und bezogen unser Notquartier in einer der Wohnungen. Diese bot uns erst einmal einen trockenen Platz zum Schlafen. Kochen und Duschen funktionierte auch, war aber schon etwas abenteuerlicher.
Sofort fingen wir mit den vielfältigen Sicherungsmaßnahmen an. Durch das undichte Dach drang Wasser ein, die gesamte Technik des Hauses wurde in den vergangenen 5 Jahren nicht mehr fachmännisch gewartet. Insbesondere die Gasinstallation, aber auch die Schornsteine und das Abwassersystem, die Warmwasserversorgung: Nichts funktionierte mehr richtig.
Viele Handwerker haben über Wochen erstklassige Arbeit geleistet und das Haus an all diesen Stellen erst einmal wieder sicher gemacht.
Zeitgleich machten wir uns mit der Unterstützung unserer Familie außerhalb des Hauses ans Werk. Manche Bäume waren durch die Pferdehaltung schwer geschädigt und stellten eine Gefahr für Passanten und Fahrzeuge dar. Sie mussten entweder gefällt oder eingekürzt werden. Die Pflanzen, Büsche und Bäume im Park mussten durchforstet werden, um die ursprüngliche Aufteilung wiederherzustellen und die Spuren der Pferdehaltung zu entfernen. Der Efeu-Bewuchs an der Fassade hatte schon solche Ausmasse angenommen, dass sich manche Fenster nicht einmal mehr öffnen ließen. Diese Aufgabe war wegen des ganzen Ungeziefers nur mit Schutzanzug zu schaffen.
Überall fanden sich Haufen von großen Feldsteinen, Schutt und Müll. Wir füllten unzählige Container, bis endlich ganz langsam der Gutshauspark wieder zum Vorschein kam.
Überall fanden sich Anbauten, die mit dem ursprünglichen Haus nichts mehr zu tun hatten. Insbesondere die angebauten Verschläge und waghalsigen Konstruktionen auf der Südseite stellten eine Gefahr dar und mussten umgehend entfernt werden. Ein größerer Bereich des Gutshausparks war abgezäunt und hinter mannshohen Brennesseln versuchte sich ein oberirdischer Flüssiggastank zu verstecken.
Die Sanierung unserer eigenen Wohnung konnte endlich beginnen, als das Haus so weit gesichert war. Unser Ziel: Wir wollten bis Dezember 2014 aus unserem Notquartier in unsere eigene Wohnung ziehen und dort Weihnachten feiern!
Der Zeitplan war sehr eng, denn es war eine grundlegende Sanierung über alle Gewerke hinweg erforderlich. Also machten wir, was jeder Bauherr in so einer Lage tut: Wir erstellten einen ordentlichen Plan und saubere Grundrisse für alle Gewerke.
Bauplanung
Was wir aber als Erstes lernen mussten: Ein Plan ist bei einem solchen Haus nur eine grobe Richtlinie, eine „Empfehlung für den Anfang“. Denn letztendlich richteten sich die nächsten Arbeiten immer danach, welche Überraschungen wir hinter Tapeten, Putz und Verkleidungen vorfanden. Insbesondere die Elektrik und die Wasserleitungen waren eine große Herausforderung. Wir entdeckten z.B. viele alte Aluminiumverkabelungen, die komplett ersetzt werden mussten. Oder hinter einer geplanten Abwasserinstallation fanden sich denkmalrelevante Gebäudeteile und wir mussten den Verlauf wieder umplanen.
Immer wieder verschoben sich Arbeiten deswegen um Wochen nach hinten. Innerhalb weniger Tage mussten wir die Steuerung der Baustelle daher umstellen. Von „Plan und Grundriss“ auf „Was haben wir denn heute wieder entdeckt und was machen wir jetzt daraus?“.
Wände, Putz, Stuck
Nur schrittweise ging es vorwärts. Wir wunderten uns zuerst, warum an so riesigen Flächen der Putz herunter bröckelte. Aber dann fanden wir heraus, dass bei vorherigen Sanierungen leider falsche Baustoffe und Verfahren verwendet wurden, die sich mit dem Originalputz und dem Mauerwerk nicht vertrugen. Diese Flächen mussten bis aufs Mauerwerk abgeklopft und mit den historisch richtigen Materialien erneuert werden, z.B. Lehmputz und Kalkfarben.
Badezimmer
Der Raum für unser zukünftiges Bad war in drei kleine Kammern unterteilt. Das originale Fenster war verschwunden, dafür zwei kleine Fenster eingebaut. Die Trockenbauwände mussten wir erst einmal abreißen, um die ursprüngliche Aufteilung wiederherzustellen. Immer so vorsichtig, dass der historische Stuck nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nach dem Abriss bot sich uns ein Bild, das uns fast verzweifeln ließ. Wie sollte hier jemals wieder ein schöner Raum und ein modernes, gemütliches Bad entstehen?
Aber nach dem Abriss im Inneren konnten wir auch die zwei falschen kleinen Fenster entfernen und wieder ein neues, historisch richtiges Fenster an die ursprüngliche Stelle einbauen. Und was für ein Glück: Die ursprüngliche Fensterbank aus Sandstein war noch vorhanden!
Fußböden
Jede Generation hatte auf den Fußböden die Spuren ihrer jeweiligen Epoche hinterlassen. Über die Jahrzehnte wurde immer wieder mit dem damals jeweils modernen Material eine Schicht aufgebaut und die Türen entsprechend abgesägt.
Diese Schichten wurden nun ganz vorsichtig, eine nach der anderen wieder abgetragen. Auf dem Weg dorthin kamen weitere Überraschungen zum Vorschein, wie Löcher, Fehlstellen, Nässeschäden.
Aber was für eine Freude als wir auf der untersten Schicht ankamen: Die alten Schlossdielen waren noch weitestgehend erhalten! Diese Dielen sind über 11 Meter lang – Das waren wirklich große Bäume! Dieses Holz ist weit über 200 Jahre alt.
Die Fehlstellen wurden mit originalen Dielen ausgebessert, es wurde alles abgeschliffen und eingeölt. Heute zeigen sie sich wieder in all ihrer Pracht, in honigfarbenem Glanz, und tragen mit Stolz die Spuren der Jahrhunderte.
Türen
Nach diesen grundlegenden Maßnahmen ging es aber erst richtig los: Den wunderschönen Flügeltüren hatten Menschen und Zeit Schlimmes angetan. Abgesägt, zerschlagen, durchlöchert, und die schönen Details hinter Dutzenden von Farbschichten verborgen. Jeder einzelne Türflügel wurde vom Tischler aufwendig restauriert und die Mechanik wieder gangbar gemacht.
Wo immer möglich, restaurierte der Tischler, was an Substanz noch vorhanden war. Was fehlte, musste nach den historischen Vorlagen reproduziert werden. Obwohl im Laufe der Jahrzehnte einige Türen, Türzargen, Kassetten und Fußleisten verloren gingen, blieb glücklicherweise doch vieles erhalten.
Fensterbänke
Als wir ankamen, gab es leider nur noch im Vestibül zwei originale Fensterbänke. Alle anderen waren im Lauf der Jahrzehnte verschwunden. Sie waren durch alle möglichen Konstruktionen ersetzt. Von Holz über Fliesen und Beton: Es war alles dabei. Am meisten wurden Pressspanplatten verwendet.
Alle Fensterbänke haben wir komplett durch historisch korrekte Nachbauten ersetzt.
Historische Details
Überall wurde sehr sorgfältig mit Bedacht gearbeitet. Immer wieder mussten wir die Arbeiten unterbrechen und aufmerksam hinsehen, um ja keinen der noch so kleinen Hinweise auf die wunderschönen historischen Details zu übersehen. So haben wir an den Säulen im Vestibül im Erdgeschoss diese Schmuckkanten entdeckt und in aufwendiger Arbeit wieder freigelegt oder rekonstruiert.
Oder die Türknäufe aus Ebenholz, die Fußleisten, der Intarsienboden im Vestibül, die Säulenschränke, die Deckengewölbe, die wunderschönen Rundbogenfenster, oder oder oder – Unzählige Details wurden nach und nach herausgearbeitet und lassen die Räume wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit erstrahlen.
Es war unglaublich knapp. Und natürlich war nicht alles fertig. Aber – Wir hatten schließlich unser Ziel erreicht! Am 20.12.2014 zogen wir in unsere eigene Wohnung und konnten dort mit unserer Familie Weihnachten feiern.
Sofort nach unserer eigenen Wohnung begannen wir mit der Sanierung unserer ersten Ferienwohnung, der „Linde“.
Diesmal schlugen wir unser Hauptquartier im Vestibül auf. Die großen Flächen waren unser Glück: Auch wenn es zeitweilig wie im Lager eines großen Baumarkts aussah, hatten alle Handwerker ausreichend Platz um zu arbeiten und Maschinen, Geräte und Material zu lagern.
Von der Sanierung unserer Wohnung brachten wir ja einiges an Erfahrung mit, daher gingen wir an diese Aufgabe schon etwas gelassener heran.
Und wieder fing es zuerst mit dem Abriss an, damit die ursprüngliche Raumaufteilung wieder zum Vorschein kommen konnte. Aber mittlerweile hatten wir diese Erfahrung schon gemacht: Es musste immer erst viel schlimmer werden, bevor es wieder schöner werden konnte.
In der „Linde“ wiederholte sich zuerst, was wir schon von der Sanierung unserer Wohnung kannten: Trockenbauwände herausreißen, Durchbrüche zumauern, losen Putz abklopfen, elektrische Leitungen, Wasser und Abwasser neu verlegen, Stuck reparieren und rekonstruieren.
Der Tischler setzte hier wieder sein ganzes Können ein: Bei den wunderschönen Bodendielen musste er Fehlstellen ergänzen und die Fußleisten restaurieren bzw. dort wo sie fehlten, nach altem Vorbild neu anfertigen. Alle Fensterbänke musste er nach altem Vorbild neu anfertigen, denn auch hier lagen nur noch Pressspanplatten. Und die wunderschönen Flügeltüren: Auch in dieser Wohnung waren sie im Laufe der Jahrzehnte ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Manche waren eingetreten, die Seitenleisten zerrissen, die Schlosskästen zerstört, durchgebohrt, abgesplittert, abgesägt. Jeder einzelne Türflügel ging durch die liebevollen Hände dieses Meisters seines Fachs, bis sie wieder so herrschaftlich aussahen wie früher. Er brachte es sogar fertig in die Türflügel unsichtbare moderne Dichtelemente einzubauen.
Das Bad war die größte Herausforderung: Im ehemaligen Dienergang war ein Verschlag ohne Fenster mit Trockenbauwänden abgeteilt. Darin befanden sich Sanitäranlagen an den Stellen, wo man gerade Anschlüsse vorgefunden hatte. Auch hier musste alles erst einmal abgerissen werden. Erst danach konnten wir anfangen grundlegend neue Zu- und Abwasserleitungen sowie Heizung und Warmwasser zu legen. Das größte Problem war dabei, die historische Raumaufteilung des Dienerganges und die schönen Rundbögen zu erhalten.
Nachdem die Wohnung grundsaniert war, konnten wir mit der Ausstattung beginnen. Das war mit das Schönste: Eine Wohnung so einzurichten, dass wir jederzeit selbst einziehen würden. Mit unserem Anspruch an Wertigkeit, Qualität und Komfort. Mit einem Kuschelfaktor, dass man sich sofort zu Hause fühlt. Angefangen bei der Küche, einer Vollholz Schmidt Landhausküche in Blau, passend zur ursprünglichen Nutzung des Raums: Dies war nämlich der „blaue Salon der Frau Mama“ der Familie von Pentz. Weiter bei hochwertigen Boxspringbetten in Naturmaterialien, bis zu qualitativ höchstwertigen Möbeln und Einrichtungsgegenständen von Flamant, Riviera Maison und Loberon.
Anfrageformular Besichtigungen
Bitte vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin, bei dem wir Sie gerne durch das Haus führen. Auf Wunsch bieten wir Ihnen auch selbstgebackenen Kuchen und Kaffee oder Tee an. Wir freuen uns über Anfragen von Reisegruppen, Radfahrergruppen, Schulklassen, Familiengruppen und allen anderen Interessierten. Seien Sie neugierig und schauen Sie hinter die Fassade des Gutshaus Volzrade.